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10.01.2006  
SCHULPROGRAMM
 

Dieses Schulprogramm wurde 2001 erarbeitet und im Januar 2006 durch eine neue Fassung ersetzt.
     
     
     

Eine Schule öffnet sich

 

 

Leoschule Lünen
Städt. Kath. Grundschule
Hubertusstr. 3
44532 Lünen
Tel.: 02306 14298

 


1. Rahmenbedingungen

1.1 Die Leoschule
1.2 Katholische Bekenntnisschule
1.3 Verlässliche Grundschule
1.4 Schule von acht bis eins
1.5 Gestaltung von Schule

2. Unsere pädagogische Arbeit

2.1 Teamarbeit
2.2 Innere und äußere Differenzierung
2.3 GU - Gemeinsamer Unterricht
2.4 Lehrerausbildung
2.5 Vom Kindergarten zur Grundschule
2.6 Der erste Schultag
2.7 Wahlpflichtunterricht im Fach ”Sport”
2.8 Arbeitsgemeinschaften (AG)
2.9 Und nach der Grundschule ...

3. Schulleben

3.1 Radfahrausbildung
3.2 Außerschulische Lernorte
3.3 Norderney
3.4 Herbstprojekt mit Kartoffeltag
3.5 Advent
3.6 Schulgottesdienste und Schulmessen
3.7 Schulprojekte
3.8 Abschlussfeiern

4. Eltern und Schule

4.1 Elternarbeit
4.2 Elternstammtisch
4.3 Elterninitiative
4.4 Förderverein

5. Das Kollegium und MitarbeiterInnen

 



1. Rahmenbedingungen

1.1 Die Leoschule

Sie besteht seit mehr als 100 Jahren und ist eine Grundschule für SchülerInnen der Klassen 1 bis 4. Die Leoschule liegt am südlichen Rand der Lünener Innenstadt. Für den Unterricht stehen 6 Klassenräume in einem massiven Altbau und 6 weitere in einem neuzeitlichen Gebäude zur Verfügung. Zur Zeit besuchen 320 SchülerInnen die Leoschule und werden von 14 LehrerInnen unterrichtet.
Der Schulbezirk ist recht groß. Er erstreckt sich von der Lippe aus nach Süden bis zur südlichen Stadtgrenze. Ein Teil der SchülerInnen sind Fahrschüler, die täglich öffentliche Verkehrsmittel benutzen müssen.

 

1.2 Katholische Bekenntnisschule

Die Leoschule ist eine städtische Grundschule, die auch den Status einer Bekenntnisschule des katholischen Glaubens (Art. 12 Abs 3 und 6 LV) besitzt.
Als katholische Grundschule leistet sie Erziehung und Unterricht aus christlicher Überzeugung.

Die Leoschule als katholische Grundschule ...

...versteht sich als Schule, in der Menschen in christlichem Geist miteinander leben und lernen und den katholischen Glauben erfahren können.
...leitet zu ökumenischem Denken und Handeln und so zu Toleranz an.
...verdeutlicht unsere Welt als bewahrenswerte Schöpfung Gottes.
...setzt auf die gemeinsame Basis von Eltern und LehrerInnen. Eltern, die ihr Kind bei uns anmelden, bejahen die besondere Zielsetzung und bekenntnismäßige Ausrichtung. Lehrkräfte müssen dem entsprechenden Bekenntnis angehören, um an unserer Schule unterrichten zu können.
...ergänzt ihr vielseitiges Schulleben
-durch die Feier kirchlicher Feste,
-durch Umgang mit Symbolen und Zeichen des Glaubens,
-durch die Pflege religiöser Bräuche,
-durch die Anleitung zu Stille und Besinnung,
-durch Singen und Beten und
-durch die Feier von Schulgottesdiensten.
...vermittelt grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten, soziale Kompetenz und Verantwortungsbereitschaft. Durch erziehenden Unterricht fördert sie gleichzeitig das Urteilsvermögen und den verantwortlichen Umgang mit dem Gelernten.
...bereitet durch den Pastor die Kinder der 3. Jahrgangsstufe auf den Empfang der 1. Heiligen Kommunion vor.

   

1.3 Verlässliche Grundschule

Vor der Einführung der gesetzlichen Regelung “Schule von acht bis eins” hat in der Leoschule bereits durch das große Engangement des Kollegiums das Prinzip gegolten, keinen Unterricht ausfallen zu lassen. Bei kurzfristig erforderlichen Vertretungen hat sich die Schulleitung bemüht, den Unterricht und Stundenplan der Kinder mit eigenen Mitteln aufrecht zu erhalten.
Seit Oktober 1999 steht für die Praxis einer verlässlichen Grundschule ein neues gesetzliches Instrumentarium bereit (Vertretungspool und Programm “Geld statt Stellen”).

 

1.4 Schule von acht bis eins

An unserer Schule besteht die Möglichkeit, die Kinder über den Unterricht hinaus in der Zeit von 8 - 13 Uhr betreuen zu lassen. Dies führt zu regelmäßigen und verlässlichen Schulzeiten. Dieses Angebot richtet sich vor allem an berufstätige Eltern und Alleinerziehende. Es umfasst sowohl die Erledigung von Hausaufgaben, als auch Anregungen zu Spiel und Sport, eigenständigem und gemeinsamen Tun. Bedingt durch ständig steigende Schülerzahlen und das vorhandene Raumangebot kann nur eine begrenzte Anzahl von Kindern betreut werden.

 

1.5 Gestaltung von Schule

Mehrere Elterninitiativen sorgten dafür, dass alle Klassenräume nacheinander einen neuen Anstrich erhielten. Zu einer angenehmen Lernatmosphäre in den Klassen tragen die SchülerInnen und LehrerInnen durch eine individuelle Ausgestaltung ihrer Klassenräume bei. Auch die Wände der Flure und der Pausenhalle im Erdgeschoss wurden bereits mit unterschiedlichen Motiven durch Eltern und LehrerInnen bemalt.

 


In der Pausenhalle wurde in Eigenarbeit eine Bühne errichtet, die bei zahlreichen Veranstaltungen schon gute Dienste geleistet hat.
Auch das Schulgelände wurde mit Hilfe der Eltern gestaltet, um den Kindern mehr Spielmöglichkeiten in den Pausen anzubieten. Der Sandkasten geht auf eine Elterninitiative zurück. Die mittlerweile notwendig gewordene Renovierung soll bis zum Sommer 2000 abgeschlossen sein.

Die Anlage des Schulgartens mit einer soliden Einzäunung, den Hochbeeten, einem Teich und dem Gartenhaus ist ebenfalls durch die Unterstützung der Eltern möglich geworden.

Für die Zukunft ist die aktive und lebendige Zusammenarbeit der Eltern und des Lehrerkollegiums zum Wohle der uns anvertrauten Kinder unser Ziel.

   
2. Unsere pädagogische Arbeit  
   

2.1. Teamarbeit

In der Leoschule arbeiten LehrerInnen in den einzelnen Jahrgangsstufen in Teams zusammen. Lerninhalte und Unterrichtsmethoden werden von allen in der entsprechenden Jahrgangsstufe unterrichtenden KollegInnen gemeinsam erarbeitet und in den einzelnen Klassen umgesetzt. Hierbei finden natürlich die speziellen Rahmenbedingungen innerhalb eines Klassenverbandes sowie die pädagogische Freiheit des einzelnen Lehrers besondere Berücksichtigung.

Nachdem ein Unterrichtsthema festgelegt ist, tragen alle LehrerInnen des Teams Ideen und Materialien zusammen. Aus diesem Fundus schöpfen sie die für ihre Klassen adäquaten Unterrichtsmittel. Begleitend zur Unterrichtseinheit und besonders nach deren Abschluss werden die erzielten Ergebnisse im Team diskutiert und Verbesserungsmaßnahmen eingeleitet.

Durch diese Arbeitsweise erhält jedes Teammitglied einerseits zusätzliche Anregungen zur Unterrichtsgestaltung, andererseits erfährt es eine Rückmeldung zu den eigenen Unterrichtsideen bzw. deren Umsetzung in anderen Klassen.

Wie die vergangenen Jahre gezeigt haben, hat sich diese Arbeitsweise bewährt - Teamarbeit ist eben mehr als nur die Summe aller Einzelarbeiten.

   

2.2.Innere und äußere Differenzierung

Die SchülerInnen kommen mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen zur Schule. Daher gilt es, den Unterricht so zu organisieren, dass jeder da abgeholt wird, wo er steht. Dies erfolgt über den Stundenplan, in dem Förderstunden vorgesehen sind (äußere Differenzierung).
Wesentlicher ist jedoch die innere Differenzierung. Hier wird der Unterricht so gestaltet, dass er das individuelle Arbeitstempo und Lernvermögen des einzelnen Kindes berücksichtigt. Es bieten sich zum Beispiel folgende Unterrichtsformen an:

Tages- und Wochenplan
Lernen an Stationen
Werkstätten

Hierbei gibt es für alle Kinder verbindliche Pflichtaufgaben und Zusatzangebote, die frei ausgewählt werden können. In einem vorgeschriebenen Zeitraum wählen die Schüler die Reihenfolge der zu bearbeitenden Aufgaben selbst aus, wodurch sie zu einem individuellen Arbeitsrhythmus finden und gleichzeitig das selbstständige Lernen trainieren. Auch besteht je nach Aufgabe die Möglichkeit, die Sozialform (z.B. Partner-, Einzelarbeit) frei zu wählen, um dadurch das gemeinsame Lernen und das gegenseitige Helfen zu fördern.

   

2.3 GU - Gemeinsamer Unterricht

Im gemeinsamen Unterricht (GU) werden einzelne SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den Unterricht der Regelschule integriert . Dabei werden sie auch stundenweise individuell durch einen Sonderschulkollegen betreut.
Seit einigen Jahren wird auch an der Leoschule gemeinsamer Unterricht erteilt, dabei machen die Beteiligten positive Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit den SonderschullehrerInnen und den jeweiligen Schulen. Besonders hilfreich für die KollegInnen sind auch die nachmittäglichen Fortbildungsveranstaltungen, die von den Sonderschulen angeboten werden. Dort besteht die Möglichkeit, mit anderen LehrerInnen Erfahrungen auszutauschen und Hilfestellungen für den Umgang mit den Kindern zu erhalten.

   

2.4 Lehrerausbildung

Die Leoschule hat eine lange Tradition in der Ausbildung junger LehrerInnen. Erfahrungsgemäß leben sich die LehramtsanwärterInnen schnell ein und sind gut in den Schulalltag integriert. Sie nehmen darüber hinaus an Projekten, Klassenfahrten und Ausflügen teil. Auch in die Elternarbeit werden sie mit eingebunden.
LehramtsanwärterInnen, MentorInnen und AusbildungskoordinatorInnen arbeiten eng mit Schule und Studienseminar zusammen.
Die Betreuung der LehramtsanwärterInnen bedeutet für die MentorInnen einen großen zeitlichen Aufwand, jedoch bringen die jungen LehrerInnen immer wieder neue Ideen, Methoden und Materialien mit in die Schule.

   
2.5 Vom Kindergarten zur
Grundschule


Der Weg aus der ”behüteten” Atmosphäre des Kindergartens in die neue Umgebung einer Grundschule ist für alle Beteiligten ein entscheidender Schritt.
Kinder und Eltern sehen diesem Ereignis oftmals mit gemischten Gefühlen entgegen.
Um den Übergang leichter zu gestalten, hat das Lehrerkollegium ein Konzept entwickelt, das die Zusammenarbeit zwischen Grundschule und Kindergarten intensiviert und Möglichkeiten bietet, Grundschularbeit und LehrerInnen vor der Einschulung kennen zu lernen.

Mindestens einmal im Jahr werden die Kindergartenleitungen zu einem Gespräch mit Vertretern der Schule eingeladen. Hierbei werden Neuigkeiten ausgetauscht und Erfahrungen und Anregungen weitergegeben.
Vor der Anmeldung haben die Kinder an einem Schnuppertag die Möglichkeit, die Leoschule kennen zu lernen. Während sie am Unterricht teilnehmen, haben ihre Eltern die Gelegenheit, Antworten auf erste Fragen zur Einschulung zu erhalten.
Noch intensiver wird der Kontakt nach der Lernanfängeranmeldung. Alle künftigen Erstklässler werden vor den Sommerferien an einem Vormittag in die Schule eingeladen.
An diesem Tag lernen die Kinder ihre zukünftigen KlassenlehrerInnen kennen. Gemeinsam wird gesungen, gebastelt und eine Gemeinschaftsarbeit erstellt, welche die Kinder nach den Sommerferien am Einschulungstag in der Klasse wiederfinden. Dadurch fühlen sie sich in der neuen Umgebung nicht mehr ganz so fremd. Außerdem haben die LehrerInnen Zeit, alle Fragen zu beantworten, die den Kleinen unter den Nägeln brennen.
Auch die Elterninformation spielt kurz vor den Sommerferien eine wichtige Rolle. Hier erfahren die Erziehungsberechtigten alles Wichtige zur Einschulung sowie zu den ersten Schulwochen.
Auf diese Weise werden viele Unsicherheiten und Ängste abgebaut.
   
2.6 Der erste Schultag

Endlich ist der große Tag gekommen. Er beginnt für Kinder, Angehörige und LehrerInnen mit einem gemeinsamen feierlichen Gottesdienst in der Herz-Jesu-Kirche. Anschließend findet die Einschulungsfeier statt, bei der die Musik AG ein Theaterstück aufführt. Danach geht es endlich mit den farbenfrohen Schultüten in die Schule und in die einzelnen Klassen. Die Eltern haben während dieser Zeit bei einer Stärkung die Gelegenheit zum Plausch.
Mit einer ersten kleinen Hausaufgabe im Ranzen endet der erste Schultag.
   

2.7 Wahlpflichtunterricht im Fach ”Sport”

Die SchülerInnen der vierten Jahrgänge haben die Möglichkeit, die ihnen zur Verfügung stehenden Sportstunden so aufzuteilen, dass einzelne Interessen berücksichtigt werden können. Neben einer ”normalen” Stunde im Fach Sport können die Schüler wählen zwischen:

 

Schwimmen
Handball
Tennis

Auf diese Weise können die Kinder in unbekannte Sportarten hineinschnuppern und sich mit ihnen vertraut machen.
Dieses Wahlverfahren wird zu jedem Schulhalbjahr neu durchgeführt.

   

2.8 Arbeitsgemeinschaften (AG)

  • Musik AG
    In der Musik AG treffen sich einmal in der Woche Kinder aus den 3. und 4. Jahrgängen, die gerne singen und Spaß haben am Umgang mit verschiedenen Instrumenten. Sie üben Lieder und szenische Spiele ein, die zum Beispiel auf der Einschulungsfeier oder zu besonderen Anlässen aufgeführt werden. Ein besonderer Höhepunkt war zum 100-jährigen Schuljubiläum die Aufführung des Musicals “Tabaluga” im Heinz-Hilpert-Theater.
 
  • Flöten AG
    Interessierte Kinder können in der Flöten AG das Instrument erlernen und gemeinsam musizieren. Die Flöten AG umrahmt auch Schulmessen, Weihnachtsfeiern oder andere festliche Anlässe musikalisch .
  • Computer AG
    Besonders begehrt ist die Teilnahme an der Computer AG. Hier üben die Kinder sich im Umgang mit den neuen Medien, indem sie z.B. im zweiten Schuljahr spielerisch ihre Lese-, Schreib- und Rechenfertigkeiten trainieren. Später sind sie in der Lage, mit Schreibprogrammen zu arbeiten. Einige Computer AG´s sind bis zum 4. Schuljahr so weit gekommen, dass sie kleine Kalkulationen aufstellen sowie einfache Rechenspiele programmieren konnten.
    Für die Zukunft ist geplant, e-mail Kontakt zu anderen Schulen zu pflegen und eine einfache Homepage zu gestalten.
  • Englisch AG
    Auf spielerische Art und Weise begegnen die Kinder der englischen Sprache. Über Lieder und Sprüche werden sie mit deren Klang vertraut gemacht. In Rollenspielen lernen die Kinder, kleine Situationen des Alltags auf englisch zu meistern. Außerdem erfahren sie viel über Land und Leute.

  • Garten AG
    Der Natur auf der Spur sind die Kinder der Garten AG. Sie lernen die verschiedenen Wachstumsstufen vom Säen bis zum Ernten kennen. Es geht aber nicht nur um die Pflanzen im Schulgarten, sondern auch um die dort lebenden Tiere über und unter der Erde. Von besonderem Interesse ist die Entwicklung vom Laich zum Frosch, die in unserem Schulteich in allen Entwicklungsstufen beobachtet werden kann. Die Kinder der Garten AG erprobten auch die Wirkung von Naturmaterialien als Weihnachtsschmuck und setzten ihre Erfahrungen für die Gestaltung des Tannenbaumes in der Pausenhalle ein.
   

2.9 Und nach der Grundschule ...

Im Unterricht der Klasse 4 wird auf den Schulwechsel intensiv hingearbeitet. Zum Beispiel werden die Schüler über Rollenspiele und Geschichten darauf vorbereitet, wieder die “Kleinsten” zu sein.
In der ersten Klassenpflegschaftssitzung im 4. Schuljahr informieren die KlassenlehrerInnen die Eltern über die weiterführenden Schulen. Noch im 1. Halbjahr findet ein Elternsprechtag mit einer ausführlichen individuellen Beratung über die weitere schulische Laufbahn des Kindes statt.
Wesentliche Grundlagen hierfür sind Kriterien wie:
Schulleistungen
Ausdauer und Freude am Lernen
Arbeitsverhalten
Leistungsbereitschaft
Mit dem Halbjahreszeugnis Ende Januar wird die Empfehlung in schriftlicher Form an die Eltern herausgegeben.
Ferner bieten die meisten weiterführenden Schulen der Sekundarstufe I Tage der offenen Tür für Kinder und Eltern an, dabei werden konkrete Informationen zu den einzelnen Schulen gegeben.
Einige weiterführende Schulen laden unsere Viertklässler zu Schnuppervormittagen ein.

   

3. Schulleben

Das Schulleben wird über den Unterricht hinaus durch zahlreiche Aktivitäten bereichert, die auch oft am Nachmittag stattfinden. Hier wäre zum Beispiel zu nennen: ABC-Fest, Weihnachtsbasteln mit Eltern, Adventsfeiern, Grill- und Spielenachmittage, Jahresabschlussfeiern, ...

   

3.1 Radfahrausbildung

Ein Schwerpunkt des Sachunterrichts im 3./4. Schuljahr ist die Vorbereitung der Kinder auf die Radfahrprüfung, die Anfang/Mitte des 4. Schuljahres durchgeführt wird.
Die Ausbildung umfasst einen theoretischen und einen praktischen Teil. Die Theorie enthält folgende drei Bereiche :

  • Verkehrsregeln
  • Verkehrszeichen
  • verkehrssicheres Fahrrad

 

Die praktische Ausbildung erfolgt durch die Verkehrspolizei zunächst in der Jugendverkehrsschule (Dammwiese).
Hier werden Verkehrssituationen wie z. B.

  • Abbiegen im Kreuzungsbereich
  • Überholvorgänge
  • rechts vor links
    im Schonraum eingeübt.

Die weiteren Übungen finden in der Verkehrswirklichkeit im nahen Umfeld der Schule statt. Hier ist die Mithilfe der Eltern unerlässlich.
Nach bestandener Prüfung erhalten alle Kinder einen Fahrradpass sowie eine Plakette, welche die Verkehrssicherheit ihres Rades bestätigt.

   
3.2 Außerschulische Lernorte

Mehrmals im Jahr wird der Klassenraum durch außerschulische Lernorte ersetzt. Besonders intensiv arbeitet unsere Schule mit der Waldschule Cappenberg zusammen. So konnten die Kinder bereits bei der Spargelernte helfen, einen Bauernhof besuchen oder mit allen Sinnen den Wald erkunden. Ausgerüstet mit wetterfester Kleidung und Becherlupe freuen die Kinder sich schon lange vorher auf diese Ausflüge. Darüber hinaus finden Exkursionen zum Zoo oder zu einzelnen Museen statt, je nach Unterrichtsthema.
   

3.3 Norderney

Bereits zur Tradition geworden ist die 5-tägige Klassenfahrt auf diese Nordseeinsel zu Beginn des 4.Schuljahres.
Als erster Härtetest in Bezug auf Trennungsschmerz, Selbstständigkeit und Wandertauglichkeit ist im 3.Schuljahr eine Übernachtung in einer Jugendherberge oder in der Schule von Vorteil.


Wer diesen Test überstanden hat, ist ”reif für die Insel”. Ausgerüstet mit Kuscheltier, Taschenlampe, Gummistiefeln und Sandschaufel erleben die SchülerInnen und LehrerInnen Schule und Lehrplan auf andere Art. Ein besonderes Erlebnis für alle ist bereits die Überfahrt mit der Fähre.
Unterricht an den folgenden fünf Tagen heißt: Strandleben, Burgen bauen, Muscheln suchen, Krebse fangen, Wattwanderung, Stadterkundung, Nachtwanderung, Schatzsuche, Aufgabenspiele.
Im Rahmen der Möglichkeiten werden den Kindern die Arbeit, die Lebensweise sowie die Sitten und Gebräuche der Inselbewohner nahegebracht.

   
3.4 Herbstprojekt mit Kartoffeltag

In der Woche vor den Herbstferien zieht die Natur in die Schule ein. In jedem Jahr wird die Pausenhalle herbstlich dekoriert. Auf der Bühne können die Kinder mit allen Sinnen den Herbst erfahren. Sie sehen das gefärbte Laub, riechen die reifen Früchte und ertasten unterschiedliche Waldfrüchte. In den einzelnen Klassen werden herbstliche Themen fächerübergreifend erarbeitet, z.B. Igel, Obst und Gemüse, Getreide, Vom Korn zum Brot, Kartoffel...
Eine feste Tradition ist der Kartoffeltag am letzten Schultag vor den Herbstferien.
An diesem Tag geht es im Schulgarten heiß her: Schulleiter und Hausmeister schwitzen am Kartoffelfeuer und sorgen dafür, dass jedes Kind in den Genuss eines gebratenen Erdapfels kommt.
Auch in den Klassen herrscht rege Betriebsamkeit: Hier werden die passenden Beilagen zubereitet, Loblieder auf die “dolle Knolle” gesungen, gedichtet, gemalt, gebastelt und gespielt. Hin und wieder lässt es sich selbst der ”Kartoffelkönig” nicht nehmen, an diesem Tag zu erscheinen. In einem gemeinsamen Abschlusssingen begleitet der Kartoffelboogie alle in die wohlverdienten Ferien.
   

3.5 Advent

Richtig still wird es im Advent. In dieser Zeit wird sich ganz bewusst gegen die Hektik, Betriebsamkeit und das Konsumdenken der Umwelt abgegrenzt, um den eigentlichen Sinn der Weihnachtszeit in den Vordergrund treten zu lassen.
Äußerlich werden mehrere Zeichen gesetzt:

 

  • das ganze Schulgebäude wird von den SchülerInnen geschmückt
  • im Schulgebäude leuchten in allen Klassen Kerzen und ein großer Tannenbaum empfängt alle mit strahlenden Lichtern beim Betreten des Gebäudes
  • meditative Musik erklingt

Die SchülerInnen begeben sich sofort in ihre Klassen, sobald sie zur Schule kommen. Dieser offene Unterrichtsbeginn ermöglicht eine individuelle Einstimmung auf den Tag.
Durch die Adventszeit begleitet Kinder und LehrerInnen ein gemeinsames Singen in der Pausenhalle.
Mit Spannung und Freude wird der Nikolaustag erwartet, der stets Überraschungen bereithält.
Plätzchenduft breitet sich bis in den letzten Winkel des Gebäudes aus. Überall wird fleißig gebastelt, um die Familie mit kleinen Geschenken zu erfreuen.
In der letzten Woche vor den Weihnachtsferien findet für alle Klassen ein Adventsgottesdienst statt.

   

3.6 Schulgottesdienste und Schulmessen

Für die Klassen 1 und 2 finden in der Herz-Jesu-Kirche über das Jahr verteilt vier Wortgottesdienste statt:
Erntedank
Advent
Fastenzeit
Schuljahresende
Die ReligionslehrerInnen dieser beiden Jahrgangsstufen planen und bereiten diese vor.
Bei der Durchführung werden die Kinder aktiv in die Gestaltung integriert (Rollenspiele, Fürbitten, Gebete, musikalische Beiträge).
Die Klassen 3 und 4 feiern einmal im Monat eine Schulmesse, die vom Pastor geplant und durchgeführt wird.

   

3.7 Schulprojekte

Nach Möglichkeit soll in jedem Schuljahr ein größeres Projekt durchgeführt werden, an dem sich die ganze Schule beteiligt. Dadurch soll deutlich gemacht werden, was erreichbar ist, wenn alle gemeinsam an einem Strang ziehen. Auch Aufgaben, die zunächst unlösbar erscheinen, lassen sich mit entsprechender Organisation lösen.
Nebenbei werden mit diesen Projekten auch finanzielle Mittel erwirtschaftet, die an anderer Stelle der Schularbeit zu Gute kommen.


Das bisher größte und wahrscheinlich auch bekannteste Projekt ist die Aufführung des Musicals “Tabaluga” anlässlich des 100 jährigen Schuljubiläums im Jahre 1997. Bereits früher wurde das Musical “Cats” aufgeführt.
Aktuelle Beispiele für gelungene Projekte sind der Adventsmarkt und das Kulturprojekt im Schuljahr 1998 / 99.
Dazu wurden Künstler aus den Bereichen “Darstellende Kunst”, “Musik”, “Theater” und “Literatur” eingeladen, um mit den Kindern und den LehrerInnen gemeinsam Kultur zu erfahren.

   

3.8 Abschlussfeiern

Nach vier Jahren Grundschule wird Abschied gefeiert. Schon lange vorher planen Kinder, LehrerInnen und Eltern gemeinsam, damit dieses Ereignis allen lange in Erinnerung bleibt.
Höhepunkte dieser Feiern können sein:
Zelten
Übernachtungen in der Schule
Lagerfeuer im Schulgarten
Schnitzeljagd, Spielenachmittag, Aufführungen,...
Hierbei wird oft deutlich, welche Talente sich im Laufe der Schulzeit entwickelt haben.
Zum Schluss lassen sich alle die Köstlichkeiten des kalten Büfetts schmecken.

   
4. Eltern und Schule  
   

4.1 Elternarbeit

Elternbeteiligung ist notwendig, damit die Schule ihre Aufgaben in vollem Umfang erfüllen kann. Neben dem obligatorischen Engagement im Rahmen der Schulmitwirkungsorgane wie Klassenpflegschaft, Schulpflegschaft und Schulkonferenz gibt es ein großes Betätigungsfeld für die Eltern:
Unterstützung beim Schwimmunterricht
Einsatz bei den Bundesjugendspielen
Hilfe bei der praktischen Radfahrausbildung
Begleitung bei Unterrichtsgängen und Ausflügen
Unterstützung bei Großprojekten wie “Tabaluga” bzw. dem Kulturprojekt
Nikolausfeste
Grillabende
Spielnachmittage
Vorbereitung und Durchführung von Abschlussfeiern
...

   
4.2 Elternstammtisch

LehrerInnen und Eltern können oftmals unterschiedliche Interessen und Erwartungen in Bezug auf Schule haben. Diese unterschiedlichen Positionen werden sehr schnell deutlich, wenn es um die Planung und Durchführung von konkreten Vorhaben außerhalb des eigentlichen Unterrichts geht.
Die Elternstammtische bieten eine gute Gelegenheit, um Erfahrungen auszutauschen und in entspannter Atmosphäre gemeinsam zu diskutieren. Vorhaben der einzelnen Klassen werden besprochen und mit Inhalt gefüllt.
Dazu werden gelegentlich oder regelmäßig die KlassenlehrerInnen eingeladen. Dabei bleibt natürlich genügend Zeit für private Plaudereien.
   
4.3 Elterninitiative
Ohne engagierte Eltern wäre die traditionelle Norderneyfahrt der 4. Jahrgangsstufe schon nicht mehr finanzierbar. Durch aktiven Verkauf von Speisen und Getränken bei Einschulungsfeiern, Elternsprechtagen oder Schulfesten erwirtschaften die Eltern einen Teil der Fahrtkosten zum Nutzen aller Schüler. Diese und andere Formen von Spenden und ehrenamtlichen Leistungen machen aber nur einen Teil der Elternarbeit aus.
Alle Eltern sind aufgefordert, Initiative zu zeigen und sich zu engagieren bei
Einbringung von Wissen und Erfahrung ins Schulleben,
Zusammenarbeit und Hilfestellung bei schulischen Projekten,
Kommunikationsförderung aller am Schulleben Beteiligter.
Jede Form von Elterninitative ist herzlich willkommen, um mit neuen Ideen und Engagement die Leoschule weiterzuentwickeln.
   

4.4 Förderverein

Der Förderverein der Leoschule wurde im Jahr 1979 gegründet und ist ein eingetragener Verein.
Aufgabe des Vereins ist die Förderung der Einrichtungen und der pädagogischen Veranstaltungen der Leoschule sowie die Unterstützung bedürftiger, förderungswürdiger Schüler dieser Schule.
Der Vorstand des Fördervereins wird alle drei Jahre durch die Mitgliederversammlung gewählt. Die Mitgliederversammlung tritt mindestens einmal jährlich zusammen, der Vorstand trifft sich in regelmäßigen Abständen.

Alle Interessierten sollten mit einem Mindestbeitrag von jährlich 20 DM Mitglied werden.

   

5.Das Kollegium und MitarbeiterInnen

(Stand: Mai 2000)

LehrerInnen:
Frau Birke
Frau Böckenkemper-Ahlgrimm
Frau Ebert
Frau Heemann
Herr Krause
Frau Mesteck
Frau Neumann
Herr Oelmann
Frau Prattki
Frau Schulte-Bünnigmann
Frau Varga
Frau Zweigel

Lehramtsanwärter:
Herr Flämig

Sekretariat:
Frau Hoffmann

Hausmeister:
Herr Prior

Verlässliche Grundschule “acht bis eins”:
Frau Köhler